Neubau
Sich gelegentlich zwischen dem bestimmenden Tagegeschäft der Sanierung und Instandsetzung auf einen „Neubau“ gar „auf der grünen Wiese“ einzulassen (wenngleich es dies ja nicht mehr geben sollte), ist eine spannende Herausforderung und lohnenswerte Abwechslung zugleich.
Die Randbedingungen sind andere, der Handlungsspielraum ist größer, wenngleich nur scheinbar – immer geht es darum, das richtige Maß zwischen den Wünschen des Bauherrn, den baulichen Möglichkeiten des Grundstücks und der Umgebung zu finden.
Es gilt, eine Architektur zu definieren, die nicht nur konzeptionell tragfähig, sondern auch gestalterisch anspruchsvoll ist. Eine Architektur, die ökologisch verantwortungsvoll ist und für den Bauherrn einen „Mehrwert“ schafft.
Die Topografie, die gegebenenfalls vorhandene gebaute Umgebung, das Potenzial des Grundstücks sowie die Erschließung und Ausrichtung sind zu berücksichtigen. Vielleicht sind regionale Bauweisen oder handwerkliches Potenzial in der Umgebung vorhanden, welches genutzt werden kann: Immer geht es darum, sich mit dem Ort auf unterschiedliche Weise auseinanderzusetzen.
Wenngleich die Anforderungen der Bauherren meist aktuelle Bedürfnisse und Vorstellungen widerspiegeln, erscheint es ebenso wichtig, auch Aspekte der mittel- und langfristigen Nutzung sowie Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zu berücksichtigen.
